Landesbeste ihres Fachs

02.12.2018

Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön zeichnet Junghandwerker und Meister in Plön aus

(hintere Reihe, v.li.) Tim Westphal, Linus Terhar, Lukas Pascal Botteck, Ole Drückhamer, Jonas Fritzsche, Mats Sören Rathjen, Lars-Ole Brüggemann (vordere Reihe, v.li.) Sabrina Altmann, Sarah Albrecht, Karja Rohwedder und Christin Erdmann.

 

Die Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön hat in der Förde Sparkasse Plön Junghandwerker ausgezeichnet, die in 2018 bei Wettbewerben Landesbeste ihres Fachs wurden. Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke, der schon 1997 bei der ersten Landesbestenehrung dabei war, und sein Stellvertreter Thoralf Volkens verliehen Präsentkörbe und Gutscheine an elf Anwesende der 22 jungen Erwachsenen. 13 der 22 stammen aus dem Kreis Plön, elf aus Ostholstein. Insgesamt gab es 49 Landesbeste. Dabei war mit der Augenoptikerin und Hörgeräteakustikerin Christin Erdmann aus Eutin auch eine 3. Bundessiegerin. Die 27-Jährige hat in der Fielmann AG gelernt. Goldschmiedin und 1. Bundessiegerin Ruth-Marleen Schmitt aus Plön wurde zeitgleich in Berlin ausgezeichnet.

In der Feierstunde mit Plöns Landrätin Stephanie Ladwig und Ostholsteins Kreispräsident Harald Werner verlieh Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, zudem Goldene Meisterbriefe und Goldene Ehrennadeln an fünf Handwerksmeister.

Ralf Reikat (Vertriebsdirektor Förde Sparkasse) zollte den Besten „Hochachtung vor Ihrer Leistung“. Das Handwerk sei unverzichtbarer und fest verwurzelter Teil der Wirtschaft, sagte Reikat und stellte den Bedarf an 440 000 Fachkräften besonders heraus. „Sie sind heiß begehrt am Markt, Handwerker sind schwer zu kriegen“, stellte Ladwig fest. Die Junghandwerker brächten Präzision, Einfallsreichtum und Hingabe mit sowie Interesse gemischt mit Leistungswillen. Das sei der Grundstock, um Weiteres zu erreichen. „Sie sind Hoffnungsträger, Ihr Wissen wird absolut gebraucht.“ Tradition werde Zukunft gestalten und ließe sich nicht durch Digitalisierung ersetzen.

„Bei so viel Qualität muss uns um die Zukunft nicht bange sein“, erklärte Werner. Das Handwerk lebe durch Weitergabe von Wissen, es gebe Ansporn, Fähigkeiten und Technik weiterzuentwickeln. Die Junghandwerker hätten sich ein solides Fundament für die Zukunft geschaffen. Wissen, Können und Wollen zeichneten gute Meister aus. „Sie haben Wissen mit Fleiß, Disziplin und Ausdauer weitergegeben“, würdigte Werner die langjährigen Handwerksmeister. „Berücksichtigen Sie bei der Beauftragung Ihrer kleinen und großen Arbeiten die Handwerksunternehmen Ihres Vertrauens vor Ort“, bat Mietschke. Das Handwerk zähle heute zu einem der modernsten und technisch fortschrittlichsten Wirtschaftsbereiche in Deutschland. 40 Prozent der Firmeninhaber im Mittelstand seien älter als 55 Jahre, 236 000 Seniorchefs wollten ihren Betrieb in den nächsten zwei Jahren übergeben, zitierte Mietschke aus einer Analyse der Kreditanstalt für Wiederaufbau. „Mit dem Handwerk kann man Karriere machen“, verwies er auf Möglichkeiten der Ausbildung als Sprungbrett für einen höheren Schulabschluss, zum Meister oder zum Gang an die Uni. In vielen Gewerken sei heute ein duales Studium möglich. Das Handwerk setze auf das Potenzial junger Frauen. „Und wir haben unseren Blick auf Migranten, anerkannte Asylberechtigte und Schutzsuchende gerichtet.“

Quelle: www.shz.de

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