Zahlen, Daten und Fakten zur Wirtschaftsmacht. Von nebenan!

05.05.2015

Das Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck mit seinen 20.719 Mitgliedsbetrieben, rund 100.000 Mitarbeitern und 10.376 Lehrlingen blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück.

Der traditionell zur Mai Vollversammlung der Kammer vorgelegte Jahresbericht präsentiert Bilder, Zahlen und Fakten des Jahres 2014.

 Positive konjunkturelle Entwicklung setzt sich fort

 Auf rund 100 Seiten führt der Jahresbericht durch ein ereignisreiches Handwerksjahr. Die positive konjunkturelle Entwicklung im schleswig-holsteinischen Handwerk setzte sich auch 2014 ohne Unterbrechung fort. Damit wurde der seit 2011 einsetzende Trend auch im vergangenen Jahr bestätigt. Am Jahresende berichteten 89 Prozent aller Handwerksbetriebe von einer guten bis befriedigenden Geschäftslage. In Schleswig-Holstein entwickelten sich gegenüber dem gesamt deutschen Handwerk die Umsätze und Beschäftigtenzahlen etwas positiver. Die Umsätze erhöhten sich um plus 2,8 Prozent und die Beschäftigtenzahlen stiegen leicht um plus 0,6 Prozent. Derzeit sind im schleswig-holsteinischen Handwerk etwa 170.000 Personen beschäftigt, bei einem Gesamtumsatz von 18,1 Mrd. Euro. 

Zahl der Mitgliedsbetriebe gestiegen 

Die positive Geschäftslage zeigt sich auch in der Entwicklung des Betriebsbestands im Kammerbezirk. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe ist im Jahr 2014 um 222 gestiegen. Zum Stichtag 31.12.2014 waren 20.719 Betriebe eingetragen. Auf die zulassungspflichtigen Handwerke entfielen 12.845 Betriebe, im Vergleich zum Vorjahr eine nahezu konstante Entwicklung. Verantwortlich für den Anstieg im Betriebsbestand ist wie in den Vorjahren ein Zuwachs im Bereich der zulassungsfreien Handwerksbetriebe. Sorgen bereitet allerdings die Bestandsfähigkeit, denn den 1.084 Neueintragungen bei den zulassungsfreien Handwerken standen auch 910 Löschungen gegenüber. Der Bestand hat sich damit von 4.461 auf 4.788 deutlich erhöht. Die Zahl der handwerksähnlichen Gewerbebetriebe hat sich von 3.099 auf 3.069 knapp verringert. 

Ausbildungsplatzsituation

Leider konnten die ausbildenden Handwerksbetriebe ihre gute wirtschaftliche Situation nicht in steigende Ausbildungszahlen umsetzen. Im Kammerbezirk hat sich die Gesamtzahl der Lehrverhältnisse (über alle Ausbildungsjahre) mit 10.376 im Vergleich zum Vorjahr um 282 Ausbildungsverhältnisse verringert. Insgesamt verzeichnete die Kammer 3.836 neue Lehrverträge. Das Verhältnis der Gesamtzahl der Lehrlinge zu den eingetragenen Vollhandwerksbetrieben 17.642 (beträgt 0,59 zu 1). Damit liegen die Mitgliedsbetriebe der Kammer im Bundesvergleich im oberen Bereich. Die Handwerkskammer sieht die Sicherung des Fachkräftebedarfs weiterhin als eine ihrer Kernaufgaben der Zukunft an. Die in den vergangenen Jahren begonnenen Maßnahmen zur Gewinnung von zusätzlichen Lehrstellen und Interessenten für eine Ausbildung im Handwerk wurden fortgesetzt. Dazu gehören unter anderem die erfolgreiche Lehrstellen-App, mit der sich ausbildungsinteressierte Jugendliche mit ihrem Smartphone über freie Lehrstellen informieren können, sowie die verbesserte Lehrstellenbörse, die in dem Bereich „Betriebspraktika“ erweitert wurde. 

„Ja zum Meister“ 

2014 war weiterhin geprägt vom Einsatz der Handwerkskammer, Ihrer Mitgliedsbetriebe und der gesamten deutschen Handwerksorganisation für den Meisterbrief als Regelzugang zur selbständigen Ausübung eines Handwerks. Kammerpräsident Günther Stapelfeldt kritisierte in diesem Zusammenhang, „dass die Europäische Kommission den Zusammenhang zwischen der Qualifikation Meisterprüfung für die Selbständigkeit im Handwerk und dem Erfolg des dualen Ausbildungssystems“ verkenne. So ist die Ausbildungsquote im Handwerk mit etwa 8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. 

Dienstleistungsangebote für die Mitgliedsbetriebe

 Darüber hinaus gibt der Jahresbericht 2014 wieder einen umfangreichen Überblick über die Dienstleistungen, die die Handwerkskammer für ihre Mitgliedsbetriebe bereit hält. Vielfältige Beratungs- und Bildungsangebote, Zusatznutzen für das Handwerk, seine Kunden und die Gesellschaft. Dazu Kammerpräsident Günther Stapelfeldt: „Ein starkes Handwerk hat Anspruch auf eine gute, effektive Interessenvertretung und Unterstützung. Tag für Tag sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kammer für das Handwerk aktiv. Sei es als Ausbilder oder Berater oder durch unbürokratische Erfüllung hoheitlicher Aufgaben.“ 

Anforderung Jahresbericht 

Der Jahresbericht kann kostenlos angefordert werden bei:

Marion Gehrmann, Tel.: 0451 / 1506-203, E-Mail: mgehrmann(at)hwk-luebeck.de.

Im Internet finden Sie ihn hier

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